Emissionsbilanzen 2023 und 2024
Wir möchten weiterhin unsere Treibhausgasemissionen entlang der Wertschöpfungskette erfassen und haben auch für die Jahre 2023 und 2024 unseren CO2-Fußabdruck ermittelt. Wie bereits 2022, haben wir dafür wieder mit dem Kölner Anbieter „Planted“ zusammenarbeitet.
Die Berechnung erfolgt anhand der Einteilung in 3 „Scopes“ auf Basis des Greenhouse Gas Protocol.
Scope 1 umfasst direkte Emissionen, die im Besitz oder unter Kontrolle des Unternehmens befinden.
Scope 2 bezieht sich auf indirekte Emissionen aus der Erzeugung von bezogener Energie wie Strom, Wärme und Kühlung.
Scope 3 umfasst andere indirekte Emissionen, die zwar Teil der Wertschöpfungskette des Unternehmens sind, aber nicht direkt von ihm kontrolliert werden z.B. Emissionen, die durch vom Unternehmen eingekaufte Produkte entstehen, solche aus dem Transport der Produkte oder Emissionen durch Geschäftsreisen.
Unsere Ergebnisse
Für das Jahr 2023 wurden insgesamt 230,61 t CO₂e berechnet. Für 2024 lag der Wert bei 235,66 t CO₂e.
Der größte Anteil entfiel in beiden Jahren auf Scope 3:
- 2023: 97,70 %
- 2024: 97,75 %
Damit machen die indirekten Emissionen aus unserer vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette den überwiegenden Teil unserer bilanzierten Emissionen aus.
Wo entstehen unsere Emissionen?
Den größten Einzelposten innerhalb von Scope 3 bilden die eingekauften Produkte, die bei Planted in der Kategorie „Möbel“ zusammengefasst werden. Ein etwas verwirrender Begriff, gemeint sind unsere eingekauften Produkte, also Keramik, Teppiche und Gläser. Planted hat uns hier eigene Emitter (Emissionsfaktoren) erstellt, die die bei der mit der Herstellung verbundenen Emissionen bereits berücksichtigen und miteinbeziehen. Also beispielsweise den Energieverbrauch der Brennöfen in den Manufakturen.
Der Anteil dieser Kategorie an unseren Gesamtemissionen lag bei:
- 2023: 26,48 %
- 2024: 20,85 %
Einen weiteren wesentlichen Anteil machen Holz, Papier und Pappe aus. In diese Kategorie fallen unter anderem unsere Produktverpackungen und Versandkartons.
Der Anteil lag bei:
- 2023: 18,47 %
- 2024: 22,56 %
Weitere relevante Kategorien waren 2023 unter anderem Geschäftsreisen mit einem Anteil von 14,42 %. 2024 entfiel ein wesentlicher Anteil auf die Kategorie „weitere Dienstleistungen“ mit 17,52 %. Darin sind unter anderem die Lieferungen unserer Produkte an Endkund:innen enthalten.
Scope 1 und Scope 2
Die Emissionen aus Scope 1 machten 2023 2,30 % und 2024 2,25 % unserer Gesamtemissionen aus. Dazu zählen insbesondere die Heizenergie für unseren Standort in Köln sowie die Nutzung unseres Firmenwagens.
Für Scope 2 wurden in beiden Jahren keine Emissionen ausgewiesen. Grundlage hierfür ist der Bezug von Ökostrom für unser Büro und unseren Laden.
Einordnung der Ergebnisse
Die für 2023 und 2024 berechneten Gesamtemissionen liegen mit 230,61 t CO₂e bzw. 235,66 t CO₂e auf einem ähnlichen Niveau.
Die Werte der beiden Jahre unterscheiden sich insbesondere innerhalb von Scope 3. Ein Grund dafür sind Veränderungen in unserem Produktportfolio. 2023 gehörten unter anderem Teppiche und Wolldecken zu unserem Sortiment. 2024 lag unser Schwerpunkt wieder stärker auf Tableware und Produkten für den gedeckten Tisch, gleichzeitig kamen Gläser hinzu.
Ein direkter Vergleich der Gesamtemissionen mit den Bilanzierungen von 2021 und 2022 ist nur eingeschränkt möglich, da sich die betrachteten Bereiche und teilweise auch die Berechnungsmethoden unterschieden haben. Die Menge der eingekauften Produkte hat sich verändert und auch Veränderungen in unserer Unternehmensstruktur wirken sich auf einzelne Kennzahlen aus.
Bei einer nachträglichen Überprüfung unserer Emissionsberechnung für 2022 haben wir außerdem festgestellt, dass die Menge der eingekauften Gläser zu hoch war. Dadurch wurde auch der ausgewiesene Emissionswert für 2022 beeinflusst und die Werte für 2023 und 2024 erscheinen niedriger.
Die Emissionsbilanz zeigt uns, in welchen Bereichen unserer Geschäftstätigkeit und Wertschöpfungskette besonders viele Emissionen bilanziert werden. Auf dieser Grundlage prüfen wir, wo Veränderungen möglich und sinnvoll sind.
Unterstützung von Klimaschutzprojekten
Für die Jahre 2023 und 2024 haben wir zusätzlich Klimaschutzprojekte finanziell unterstützt.
Die Unterstützung dieser Projekte und die Berechnung unserer eigenen Emissionen sind dabei zwei unterschiedliche Aspekte: Die Finanzierung eines Klimaschutzprojekts verändert nicht die in unserer Emissionsbilanz ausgewiesene Emissionsmenge.
Für die Unterstützung haben wir das Cururos Wind Farm Project in Chile ausgewählt. Es ist nach dem Gold Standard zertifiziert. Das Projekt umfasst zwei Onshore Windparks, „El Pacifico“ und „La Cebada“. Nach Angaben des Projektträgers erzeugen sie zusammen ca.290 GWh Strom pro Jahr. Durch den Windpark werden fossile durch saubere, erneuerbare Energien ersetzt und damit Treibhausgase um bis zu 173.000 t CO₂e pro Jahr reduziert.
Außerdem trägt es zur nachhaltigen Entwicklung der Region bei, indem es die Abhängigkeit von fossilen Energiequellen reduziert sowie neue, nachhaltige Arbeitsplätze und Einkommensquellen schafft. Damit zahlt es auf die Ziele 7 „Bezahlbare und saubere Energie“, 8 „Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum“ und 13 „Maßnahmen zum Klimaschutz“ der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung ein.





